Die Geschichte der Pension Haus Simone beginnt bereits 1936, als der Großvater der heutigen Inhaberin, Oskar Radig, das Haus auf dem Grundstück Schreberstr. 16 in Berlin-Zehlendorf als Wohnhaus für drei Parteien baute und dort auch mit seiner Familie einzog.
In den Kriegsjahren brannte das Haus bis auf das Erdgeschoss aus und wurde vollständig wieder aufgebaut. Unmittelbar nach Beendigung des 2. Weltkrieges nutzte das sowjetische Militär das Haus vorübergehend für einige Offiziere.
Das Ehepaar Radig betrieb später in Zehlendorfs Mitte die Gaststätte „Alter Krug“, bis dieser Betrieb von den Eltern der jetzigen Inhaberin übernommen wurde.
1968
1969
Anfang der 70er Jahre fiel dann die Entscheidung, den Alten Krug nicht mehr weiter zu betreiben. Dieser wird übrigens seit dem als gemütliches griechisches Restaurant „Taverna Kreta“ (http://www.taverna-kreta.de/) weitergeführt. Noch heute sind in den Säulen der Lampen an der Eingangstreppe die Anfangsbuchstaben des ursprünglichen Betreibers (OR) zu erkennen.
Das bisherige Wohnhaus in der Schreberstr. 16 wurde ab 1972 aufwändig in eine Pension umgebaut.
Die spätere Chefin bei der Inspektion
und beim Hereinholen der Geschäftspost
Neben dem Umbau im Inneren des Hauses erfolgte zunächst eine Vergrößerung der Grundfläche um einen gartenseitigen Anbau mit Dachterrasse.
Anschließend verzichteten Helga und Helmut Gottwald als Pensionsbetreiber zugunsten weiterer Gästezimmer auf die Dachterrasse und vergrößerten das Haus zusätzlich. In diesem Zusammenhang stand dann auch Ende der der 70er Jahre die Dacherneuerung an.
Die Zeiten der Ölkrise hatten ihren Anteil daran, dass der gesteigerte Energiebedarf des florierendes Hauses auch nach größeren Lagerkapazitäten rief. So wurde 1979 ein entsprechend großer Öltank im Erdreich des weitläufigen Grundstücks verbaut.
In dieser Zeit war auch der Frühstücksraum eine besondere Augenweide.
Bis 1980 wurden die Bau- und Fassadenarbeiten dann fertiggestellt und gaben dem Haus das Aussehen, mit dem es dann für nahezu 25 Jahre die Schreberstraße prägte.
Straßenansicht
Die Chefin hat alles im Blick
Gartenseite
2005
Der Pensionsbetrieb selbst wurde von Familie Gottwald in der Zeit von 1981 bis 1993 an ein befreundetes Ehepaar verpachtet. Am 01.12.1993 übernahm Simone Gottwald, nunmehr ausgebildete Hotelfachfrau mit Erfahrungen in großen und bekannten Hotels und Restaurants in der Berliner City (z. B. Hotel am Zoo und Kardell), den Pensionsbetrieb von ihrer Mutter und führt seitdem das Haus in der Familientradition weiter.
Seit dieser Zeit wurden viele Maßnahmen ergriffen, um den Gästen auch weiterhin einen zeitgemäßen Standard, verbunden mit dem Wohlfühl-Gefühl einer familiengeführten Unterkunft anbieten zu können. Dazu zählt auch die mittlerweile bestehende Möglichkeit einer kostenlosen W-Lan-Verbindung in einigen Zimmern.
Ende 2008 wurde ein weiteres ehrgeiziges Projekt durchgeführt: Das gesamte Haus ist mit ökologisch orientiertem Vollwärmeschutz und teilweise neuen Fenstern versehen worden. Das neue Gewand, in dem die Pension Haus Simone nunmehr das Umfeld prägt, ist gleichzeitig nicht nur funktionell, sondern auch im Hinblick auf die Ausstrahlung bemerkenswert.
Nach der gleichzeitig erfolgten Erneuerung der Einfahrt zum hauseigenen Parkplatz stehen für die nächste Zeit eine Überarbeitung und optische Anpassung des Zauns an das Aussehen des Hauses sowie die Neugestaltung des Parkplatzes auf dem Aufgabenzettel. Es gilt, die abwechslungsreiche Geschichte dieses Traditionshauses weiter zu schreiben.